Kokerei Hansa. Foto: RIK/ Guntram Walter
Kokerei Hansa. Foto: RIK/ Guntram Walter

Im Jahre 1980 wird die Zeche Hansa nach 110jähriger Förderzeit stillgelegt. Die von der Kokerei benötigte Kohle wird noch 12 Jahre mit der Eisenbahn aus anderen Zechen angeliefert. Doch dann kommt 1992 auch für die einstmals wichtige Kokerei das Aus. Die Gründe sind vielschichtig. Die Stahlkrise sorgt für die Stillegung von immer mehr Hochöfen, so dass die Nachfrage nach Koks geringer wird. Auch die Petrochemie - die chemische Produktion auf Erdölbasis - verdrängt die Kohlenchemie. Schließlich ersetzt das preisgünstigere Erdgas zu großen Teilen die Kokereigase. Die Beschäftigten und die Produktion der Kokerei Hansa werden teilweise auf die Kokerei Kaiserstuhl auf dem Gelände der Westfalenhütte in Dortmund verlegt.

Heute befindet sich in den alten Kokereigebäuden von Hansa der Sitz der Geschäftstelle der Stiftung für Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur des Landes Nordrhein Westfalen. Die Konzeption der Stiftung sieht für Hansa vor, die vorhandene Vegetation zu pflegen und die Kokerei als begehbare Großskulptur erfahrbar zu machen. In einem Erlebnispfad können Besucher die Funktionsweise einer Kokerei nachvollziehen. Im Zentrum der Präsentation steht die Kompressorenhalle, die mit ihrem eindrucksvollen Ensemble von fünf Großgasmaschinen das einzige überlebende Beispiel dieser Art in der Region darstellt. Ohne Zweifel zählt ein Besuch dieser Halle zu den ganz bedeutenden Technikerlebnissen in Europa. Im Gebäude der ehemaligen Waschkaue wird eine Ausstellung zum Thema Industrienatur angeboten.

Die Kokerei Hansa umfaßt heute auf einer Fläche von rund 32 Hektar noch etwa 50 verschiedene Einzelgebäude, die teilweise über einen umfangreichen maschinellen Bestand verfügen. Die gleichfalls erhaltenen selbständigen Anlagenteile - von Rohrleitungen über Rampenbrücken, Koksofenbatterien und Kaminkühlern bis hin zu Reinigungsanlagen - besitzen zum Teil immense Ausmaße. 

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Kontakt & Infos

Kokerei Hansa
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Telefon: +49 (0)231.931122-33

Öffnungszeiten und Führungen

Öffnungszeiten des Infopunkts
April bis Oktober:
Di -  So 10-18 Uhr
November bis März:
Di- So 10-16 Uhr

Führungen
War die Kokerei Hansa bis zur ihrer Stilllegung 1992 eine „verbotene Stadt“, so sind heute Besucher herzlich willkommen auf dem Industriedenkmal. Ob Technikfans, Naturliebhaber oder Ruhrgebietsbegeisterte – auf der Kokerei Hansa gibt es für jeden etwas zu entdecken: am besten in einer offenen Führung, in der die Besucher die gesamte Anlage genau unter die Lupe nehmen können, oder auch mit unserem Audioguide, mit dem ein Teilbereich auf eigene Faust erkundet werden kann. Zudem bietet die Industriedenkmalstiftung individuelle Gruppenführungen an.  
 
Erstmalig bietet die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur auch Themenführungen für engagierte Hobbyfotografen und ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche an.

Aktuelle Veranstaltungen

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Geodaten

51° 32' 22" N, 7° 24' 51" O 

ÖPNV

Von Dortmund Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Stadtbahn U47 Richtung Westerfilde bis "Parsevalstraße", dann ca. 5 Minuten Fußweg

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