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Kokerei Hansa

Stiftung Industriedenkmal- pflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fon 02 31 | 93 11 22 33
www.industriedenkmal-stiftung.de
                                              

Geodaten
51° 32' 22" N, 7° 24' 51" O
RVR-Geodatenserver
                                              

ÖPNV
Von Dortmund Hbf
(U-Stadtbahn-Ebene) mit Stadtbahn U47 Richtung Westerfilde bis "Parsevalstraße", dann ca. 5 Minuten Fußweg
                                              

Öffnungszeiten
April bis Oktober:
Di -  So 10-18 Uhr
November bis März:
Di- So 10-16 Uhr
                                              

Führungen
Alle Angaben zum umfangreichen Führungs- programm finden Sie hier.
                                              

Download
Faltblatt Industrienatur
                                              

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Kokerei Hansa

© Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

1870 wurde die Zeche Hansa mit eigener Anbindung an die Köln-Mindener Eisenbahn in Betrieb genommen - auf dem Zechengelände wird 1895 auch eine erste eigene Kokerei errichtet.

Die Großkokerei Hansa entstand in den Jahren 1927/28 im Zuge gewaltiger Rationalisierungsmaßnahmen und Unternehmenskonzentrationen in der Schwerindustrie. Hansa - 1926 mit der Gelsenkirchener Bergwerks AG in den Großkonzern Vereinigte Stahlwerke gelangt - ist eine von 17 neuen, modernen und leistungsfähigen Zentralkokereien, die zwischen 1926 und 1929 im Ruhrgebiet gebaut werden. Der Bau der Kokerei in Huckarde war in erster Linie in der günstigen Lage zum Hüttenwerk der Dortmunder Union begründet, das ebenfalls zu den Vereinigten Stahlwerken gehörte. Die neue Zentralkokerei löste abgewirtschaftete Anlagen auf den Zechen Hansa, Tremonia, Zollern und Germania ab. Sie bezog die Kokskohle von den benachbarten Zechen und verarbeitete diesen Rohstoff zu Hüttenkoks, mit dem die Hochöfen der Dortmunder Union, später auch das Werk Phönix in Dortmund-Hörde beliefert wurden.

Mit einer Kapazität von 2200 Tonnen Koks täglich ging Hansa 1928 in Betrieb. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Kokerei zweimal erweitert: 1938-42 und nochmals Ende der 1960er Jahre. In Spitzenzeiten verließen am Tag über 5000 Tonnen Koks die Produktionsstätte.

Trotz immer wieder vorgenommener Umbaumaßnahmen ist die Kokerei im wesentlichen erhalten geblieben und gibt Zeugnis von der damaligen rationalen Betriebsplanung entlang zweier, parallel laufender Werksstraßen: einer "schwarzen Straße", an der sich die Anlagen und Gebäude der Koksproduktion befinden und einer "weißen Straße", an der sich die Anlagen der Nebenproduktion und für die Aufbereitung des Koksgases aufreihen.


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