Zeche Zollern II/IV

- Zeche Zollern. Foto: RIK/ Guntram Walter
Mit der Fertigstellung der Zentralschachtanlage Germania im Jahre 1954 wird 1955 die Förderung endgültig eingestellt. Die Tagesanlagen zur Seilfahrt und zur Wetterführung bleiben jedoch bis zur endgültigen Stillegung der Gesamtanlage 1966 noch in Betrieb.
In letzter Minute vor dem drohenden Abriß wird 1969 die Maschinenhalle als erstes Industriebauwerk in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt - ein Umdenken hinsichtlich des Umgangs mit dem historischen industriellen Erbe setzt ein. 1981 wird Zollern II/IV zum Standort des Westfälischen Industriemuseums. Um ein möglichst authentisches Ensemble zu schaffen, werden in Herne und Gelsenkirchen zwei noch erhaltene Fördergerüste des gleichen Typs abgebaut und an der Stelle der auf Zollern II/IV schon abgerissenen Fördergerüste wieder errichtet.
Auch wenn mittlerweile gewerbliche Nutzungen im Umfeld der ehemaligen Zeche das Landschaftsbild mitprägen, so geben die alten Zechenanlagen von Zollern II/IV noch heute Zeugnis der Lebens- und Arbeitsverhältnisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Zeche hat die Landschaft geprägt. Die Verknüpfung der Zeche mit den umliegenden Siedlungen kann noch heute nachvollzogen werden. Die Maschinenhalle stellt zudem ein herausragendes Beispiel für technische und ästhetische Errungenschaften im vergangenem Jahrhundert dar. Im Museum wird der Bergarbeiteralltag zu neuem Leben erweckt. Für Lebendigkeit sorgen auch die Veranstaltungen, Ausstellungen und künstlerische Elemente auf dem alten Zechengelände von Zollern II/IV.
Heute kann der interessierte Besucher während der Öffnungszeiten des Museums der Sozial- und Kulturgeschichte des Bergbaus verschiedene Gebäude mit Dauer- und Wechselausstellungen sowie die ausgedehneten Außenanlagen mit Holzplatz und Zechenbahnhof besichtigen. Wegen Sanierungsarbeiten ist die Maschinenhalle derzeit nur im Rahmen besonderer Führungen zugänglich. Der ehemalige Pferdestall beherbergt eine gemütliche Gastronomie. Das ganze Jahr über werden Ausstellungen, Tagungen, Feste, Theater- und Konzertaufführungen geboten.
Kontakt & Infos
44388 Dortmund- Bövinghausen
Öffnungszeiten / Führungen
Öffnungszeiten
Di - So | Feiertage
10 - 18 Uhr, Einlass bis 17.30 Uhr
Geöffnet: 8.4./9.4. (Ostern), 1.5. (Tag der Arbeit), 17.5. (Christi Himmelfahrt), 27.5./28.5. (Pfingsten), 7.6. (Fronleichnam), 3.10. (Tag der dt. Einheit), 1.11. (Allerheiligen).
Der Museumsladen ist an den Tagen, an dem das Museum geöffnet hat, von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Maschinenhalle ist wegen Sanierungsarbeiten für Besucher derzeit nur im Rahmen besonderer Führungen zu besichtigen.
Das Restaurant Pferdestall ist eine Gastronomie für unsere Museumsgäste. Wer spontan nur ins Restaurant will, muss den vollen Museumseintritt zahlen. Gäste, die ausschließlich das Restaurant besuchen möchten, reservieren bitte spätestens am Vortag im Restaurant Pferdestall unter Tel. 0231 6903236 einen Tisch. Aufgrund einer solchen Reservierung fällt nur eine reduzierte Gebühr von 1 EUR pro Person an. Liegt uns bei Ihrem Besuch keine Reservierung vor, muss der volle Eintritt gezahlt werden. Ab 18 Uhr ist das Restaurant frei zugänglich.
Aktuelle Veranstaltungen
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Geodaten
51° 31' 7" N, 7° 19' 60" O
ÖPNV
Von Dortmund Hbf oder Herne mit Regionalbahn RB 43 bis "Dortmund - Bövinghausen", dann 5 Minuten Fußweg
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