Schurenbachhalde

Foto: RIK/ Guntram Walter

Als steil ragende Landmarke schuf der amerikanische Künstler Richard Serra seine "Bramme für das Ruhrgebiet" auf der Kuppe der Schurenbachhalde in Essen. Die monumentale Skulptur (eine Walzstahlplatte in den Abmessungen 14,50 Meter Höhe, 4,20 Meter Breite, 13,50 Zentimeter Dicke) besetzt den Scheitelpunkt des künstlich geschaffenen Berges aus Abraumgestein, dessen Gipfelplateau nach einem Entwurf von Serra zu einer riesigen, leicht gewölbten ellipsoiden Oberfläche geschüttet wurde.

Die Dimension der Skulptur verlangt das unmittelbare Erleben des Betrachters. Gleich einem "Spaziergang ans Ende der Welt" durchschreitet man die Wüstnis der Bergkuppe, über deren Mitte sich die Stele erhebt. Als einziger Fixpunkt besitzt sie magnetische Anziehungskraft: Das aus der Distanz fast winzige Element gibt erst beim Näherkommen seinen übermenschlichen Maßstab zu erkennen. Äußerste Reduktion bestimmt die geometrische Form der Skulptur, deren singuläre Verankerung in der Landschaft das Pathos der großen Geste besitzt. Die Begegnung hat elementaren Charakter und reflektiert die kosmische Bedeutung, die seit jeher dem Berg (als Offenbarungsort) zukommt. Die Neigung der rund 70 Tonnen schweren Skulptur um 3 Grad von Norden in Richtung Süden betont zugleich ihre Erdverbundenheit, indem die wuchtige Stahlbramme unter ihrem enormen Gewicht auf einer Seite in den Boden einzusinken scheint. 

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Kontakt & Infos

Schurenbachhalde
Emscherstraße
45329 Essen-Altenessen

ÖPNV

Von Essen Hbf mit U-Stadtbahn U11, U17 bis "Karlsplatz", dann mit Bus 173, 183 bis "Kirche Heßlerstr.", von dort Fußweg bis zum Haldenaufgang 

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