Zeche Zollern

- Lok Anna. Foto: RIK / R. Budde
Die berühmte Musterzeche beherbergt die Zentrale des heutigen LWL-Industrie- museums und ist 1999 als Museum für Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus eröffnet worden. Seit vielen Jahren ist die Zeche außerdem als Forum für Kunst und Kultur aller Sparten etabliert.
Architektonisch mit großem Aufwand im Stil der Zeit gestaltet und ausgestattet mit modernster Technik galt die Zeche als repräsentatives Vorzeigeobjekt der Gelsenkirchener Bergwerks Aktien-Gesellschaft, damals eine der beiden bedeutendsten Zechengesellschaften des Reviers. Bekannt ist vor allem die Maschinenhalle mit ihrem Jugendstilportal und einer der ersten elektrischen Hauptschacht-Fördermaschinen.
Bereits 1955 war die Förderung an diesem Standort eingestellt worden, 1966 erfolgte die endgültige Stillegung. Für die museale Präsentation hat das Westfälische Industriemuseum u.a. auch einen typischen Zechenbahnhof mit Lokschuppen und Behandlungsanlagen wiedererrichtet. Zum weiteren Ausbau gehören Drehscheibe (zum Anschluss des ehem. Kesselhauses, der heutigen Restaurierungs- werkstatt für historische Maschinen) und künftig eine Schiebebühne an den Verladegleisen der Schachthalle. Seit 1985 werden am Standort Zollern Eisenbahnfahrzeuge gesammelt, die später auch an den anderen Standorten des WIM gezeigt werden. Die Sammlung konzentriert sich auf industrietypische Fahrzeuge (Loks, Güterwagen, Sonderfahrzeuge) vor allem aus dem Montanbereich. Der Themenbereich "Kohlentransport/ Zechenbahnen" wird beim LWL-Industriemuseum erforscht und dokumentiert.
Typische Zechenbahn-Dampfloks sind die "Anna VI", die ursprünglich auf der benachbarten Zeche Lothringen im Einsatz war und der Typ "Victor" der Düsseldorfer Lokomotivfabrik Hohenzollern. Das Zechengelände wird durch einen Grubenbahn-Rundkurs mit 600 mm Spurweite um die große Maschinenhalle erschlossen, auf dem zu besonderen Gelegenheiten Fahrten für Besucher stattfinden.
Kontakt & Infos
44388 Dortmund- Bövinghausen
Geodaten
51° 31' 7" N, 7° 19' 60" O
ÖPNV
Von Dortmund Hbf oder Herne mit Regionalbahn RB 43 bis "Dortmund - Bövinghausen", dann 5 Minuten Fußweg
Öffnungszeiten / Führungen
Öffnungszeiten
Di - So | Feiertage
10 - 18 Uhr, Einlass bis 17.30 Uhr
Geöffnet: 8.4./9.4. (Ostern), 1.5. (Tag der Arbeit), 17.5. (Christi Himmelfahrt), 27.5./28.5. (Pfingsten), 7.6. (Fronleichnam), 3.10. (Tag der dt. Einheit), 1.11. (Allerheiligen).
Der Museumsladen ist an den Tagen, an dem das Museum geöffnet hat, von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Maschinenhalle ist wegen Sanierungsarbeiten für Besucher derzeit nur im Rahmen besonderer Führungen zu besichtigen.
Das Restaurant Pferdestall ist eine Gastronomie für unsere Museumsgäste. Wer spontan nur ins Restaurant will, muss den vollen Museumseintritt zahlen. Gäste, die ausschließlich das Restaurant besuchen möchten, reservieren bitte spätestens am Vortag im Restaurant Pferdestall unter Tel. 0231 6903236 einen Tisch. Aufgrund einer solchen Reservierung fällt nur eine reduzierte Gebühr von 1 EUR pro Person an. Liegt uns bei Ihrem Besuch keine Reservierung vor, muss der volle Eintritt gezahlt werden. Ab 18 Uhr ist das Restaurant frei zugänglich.

