Nordsternpark

Nordsternpark. Foto: RIK / Guntram Walter
Nordsternpark. Foto: RIK / Guntram Walter

Dort, wo vier Jahre vorher noch die Kumpel einfuhren, blühten 1997 prächtige Stauden, strahlten Blumen in allen erdenklichen Farben, lustwandelten Ausflügler. Diese Verwandlung einer ehemaligen Zeche in einen Park ist der Bundesgartenschau zu verdanken.

Wie hatte es auf Nordstern angefangen? Bereits Mitte des letzten Jahrhunderts wurde das Steinkohlengebirge in der Horster Mark entdeckt, 1868 die erste Kohle gefördert. Damals erhielt die Zeche den Namen Nordstern, weil sie das im äußersten Norden des Reviers gelegene Bergwerk war. Als die Zeche 1993 schließen musste, war sie der südlichste Betrieb des mittlerweile nordwärts gewanderten Bergbaus. Die letzten Jahre vor der Stilllegung hatte Nordstern im Verbund mit der Zeche Zollverein, Essen, und später mit Consolidation, Gelsenkirchen, gestanden.

Zum ersten Mal fand eine Bundesgartenschau auf einem ehemaligen Zechengelände statt. Das Besondere: Hier findet man die Bergbau-Vergangenheit nicht vertuscht, sondern mit in die Gestaltung einbezogen und stolz präsentiert. Geländeformen, die durch Aufschüttung entstanden, sind erhalten geblieben und verfremdet worden, wie z.B. die "Pyramide", ein geometrisch geformter Hügel. Auch nach dem Ende der BUGA bleibt der neue Landschaftspark für die Öffentlichkeit zugänglich, ebenso die neue Freilichtbühne am Rhein-Herne-Kanal. Der denkmalwürdige historische Baubestand ist heute Teil des neu entstandenen Gewerbe- und Wohnparks Nordstern, der durch Neubauten ergänzt wurde. Wer sich nach einem Spaziergang durch den Park und Besichtigung der alten und neuen Bebauung erfrischen möchte, findet Speis und Trank im ehemaligen Magazin. 

zurück 73/91 vor

Kontakt & Infos

Nordsternpark
Nordsternstraße/ Am Bugapark
45899 Gelsenkirchen

Geodaten

51° 31′ N, 7° 2′ E 

Googlemaps (0 kB)

ÖPNV

Von Gelsenkirchen Hbf mit Bus CE 56 oder 383 bis "Nordsternpark" 

Öffnungszeiten und Führungen

Öffnungszeiten
Der Park ist ganzjährig geöffnet

Führungen
auf Anfrage
Stadt- und Tourist Info
Bahnhofsvorplatz 1
45879 Gelsenkirchen
Fon 02 09 | 9 51 97 - 0

Tipp

Kulturzentrum "Kaue": Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei der Kaue um eine sanierte Zechenanlage, die in den achtziger Jahren zu einem Veranstaltungszentrum umgebaut wurde. Die ehemalige Zeche Wilhelmine Victoria im legendären Stadtteil Schalke verfügt über verschiedene Veranstaltungssäle und einen eigenen Gastronomiebetrieb. Die Kaue existiert in ihrer heutigen Form seit 1992 und hat sich im Ruhrgebiet zu einer der bekanntesten Spielstätten im Bereich Kleinkunst und Comedy entwickelt. Nicht zuletzt die 1999 in der Kaue aufgenommene Erfolgs-CD von Herbert Knebel "Live in Gelsenkirchen" ist ein eindrucksvoller Beleg hierfür.
"Kaue"
Wilhelminenstraße 174
45891 Gelsenkichen
Fon 02 09 | 49 01 31
www.kaue.de