Themenroute 19 - Arbeitersiedlungen

Siedlung Brandenbusch. Foto: RIK / Guntram Walter
Siedlung Brandenbusch. Foto: RIK / Guntram Walter

Im Verlauf seiner Entwicklung zog das Land zwischen Ruhr und Lippe über Jahrzehnte hinweg tausende von Arbeitskräften aus nah und fern an. Um diese anzu­werben und einen festen, sesshaften Belegschaftsstamm heranzubilden, legten die Zechen und Industrieunternehmen "Kolonien" an. Ein geradliniges, bei späteren Gartenstadt-Siedlungen auch geschwungenes Straßennetz, einzeln stehende Häuser für zwei oder mehr Familien, getrennt zugängliche Wohnungen, der Garten hinter dem Haus, oft mit Stall für eine Ziege, die "Bergmannskuh" -so etwa sah die gängige Arbeitersiedlung aus. Oft sorg­fältig und liebevoll saniert, haben viele Siedlungen ihre unverwechselbare Identität bewahren können.

Die Arbeitersiedlungen des Ruhrgebiets üben seit jeher eine starke Anziehungskraft aus. Eine Tour auf dieser Themenroute durchs Revier ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit dieser Industrieregion, sondern führt den Besucher auch in ihre ganz lebendige Gegenwart.