Hügelpark

Hügelpark. © RIK/ Guntram Walter
Hügelpark. © RIK/ Guntram Walter

Der Hügelpark erinnert heute an einen englischen Landschaftsgarten. Dieser Eindruck entspricht jedoch nicht der ursprünglichen Gestalt und Funktion des Hügelgeländes. Die heutigen Parks und Gärten rund um die  Villa Hügel sind das Ergebnis mehrerer Umgestaltungen.
 
Unmittelbar nach dem Kauf des Anwesens Klosterbuschhof ließ Alfed Krupp auf dem ausgedehnten Hügelgelände ausgewachsene heimische Bäume anpflanzen und eine gezielte Aufforstung einleiten. Alfred Krupp tat sich schwer, auswärtige Landschaftsarchitekten heranzuziehen. Stattdessen entwickelte er mit seinen Hausarchitekten und Gärtnern eigene Entwürfe. Nach 1873 entstanden südlich unterhalb der Villa Terrassengärten mit Schatten spendenden Laubengängen, Pavillons, Wasserflächen und Aussichtspunkten.

Alfred Krupp stand einer betont künstlerischen Ausstattung seines Anwesens eher skeptisch gegenüber. Erst unter den nachfolgenden Generationen zwischen 1887 und 1914 wurden die Parks und Gärten mit repräsentativem und künstlerischem Anspruch gestaltet. Typisch für den Geschmack des späten 19. Jahrhunderts waren ornamentale Teppichbeete und exotische Gewächse. Einige von ihnen sind heute noch erhalten. Weithin berühmt war die kostbare Orchideensammlung und –zucht. Gusseiserne Laternen, venezianisch anmutende Steinbecken und Skulpturen bereicherten die Gartenlandschaft.  Im Park entstanden Freizeitanlagen für die Familie wie das „Spatzenhaus“, ein Schlittschuhteich oder Tennisplätze. Die Pavillions nahmen die naturkundlichen Sammlungen von Friedrich Alfred Krupp  auf.

Nachdem die Familie 1953 endgültig auf die Villa als privaten Wohnort verzichtet hatte, wurden die noch verbliebenen Wohn- und Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Klosterbuschhofes, die noch bis 1945 im Rahmen des Wirtschaftsbetriebes Hügel genutzt wurden, abgerissen. Lediglich das Gästehaus von 1914, drei Portiershäuser und das „Spatzenhaus“ blieben erhalten. Im Vorfeld des Firmenjubiläums von 1961 erhielt der Hügelpark sein heutiges Erscheinungsbild.  Die Umgestaltung des Parks, zu dem jetzt auch die Öffentlichkeit Zugang hatte, folgte weitgehend Überlegungen der Zweckmäßigkeit. An die Stelle von Reitbahn und Tennisplatz vor dem Kleinen Haus wurden Parkplätze angelegt, neue Spazierwege und Rasenflächen entstanden,  Teile des Ost- und Westparks trennte man ab, sie stehen seither als so genannter Krupp-Wald mit 78 Hektar der Öffentlichkeit als Erholungsmöglichkeit zur Verfügung. Der noch verbleibende engere  Park umfasst heute etwa 28 Hektar. Ebenfalls aus jüngerer Zeit stammt die Aufstellung einiger Denkmäler der Krupp-Geschichte, die ursprünglich an anderen Standorten des Essener Stadtgebietes aufgestellt waren. Damit wurde der Park auch zum Ort der Erinnerung.

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Kontakt & Infos

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Villa Hügel
Hügel 1
45133 Essen-Bredeney
Telefon: +49 (0)201.61629-0
Telefax: +49 (0)201.61629-11

Öffnungszeiten und Führungen

Hügelpark täglich - auch an Feiertagen (außer Weihnachten / Neujahr)
8.00 - 20.00 Uhr

Villa Hügel
Historische Wohnräume und historische Ausstellung Krupp
Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
(abweichende Öffnungszeiten während der Wechselausstellungen)

Geschlossen an folgenden Terminen:
09. März - 10. März 2012
25. März 2012
26. April 2012
29. April 2012
10. Mai 2012
14. Juni - 17. Juni 2012
Auswärtigen Besuchern wird empfohlen, sich vor Anreise telefonisch zu erkundigen.
Gruppen nur nach Voranmeldung.

Führungen auf Anfrage
Fon 02 01 | 6 16 29 17

Geodaten

51° 25' 55" N, 7° 7' 45" O 

Googlemaps (0 kB)

ÖPNV

Von Essen Hbf oder Düsseldorf Hbf mit S-Bahn S6 bis "Essen-Hügel", dann ca. 5 Minuten Fußweg durch den Hügelpark