Wie die Reste einer Burg wirken die beiden Türme neben der Eisenbahnbrücke auf dem Rheinhausener Ufer. Sie gehörten zur ersten Eisenbahnbrücke Duisburgs, die am 23.Dezember 1873 dem Verkehr übergeben wurde. Im Jahre 1866 hatte die Rheinische Eisenbahngesellschaft die Strecke von Osterath (bei Krefeld) nach Essen über Hochfeld und Speldorf eröffnet. Die Absicht, schon damals eine Brücke über den Rhein zu bauen, scheiterte am Einspruch des Militärs, das strategische Gründe geltend machte. So wurde, ähnlich wie zwischen Ruhrort und Homberg, ein Trajekt eingerichtet, allerdings ohne Hebetürme. Die Eisenbahnwagen überquerten auf Fährschiffen den Rhein. In dem Maße wie das Verkehrsaufkommen auf der Bahnstrecke zunahm, erwies sich der Fährbetrieb als Hindernis, so dass 1871 sogar der Personenverkehr zugunsten der Güterzüge eingeschränkt werden musste. Vor diesem Hintergrund gab das Militär seine Einwände auf, machte aber zur Auflage, dass die Bahngesellschaft zwei Kanonenboote zum Schutz der Brücke bereitstellte.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde ein Neubau erforderlich, der zwischen1925 und 1927 fertig gestellt wurde. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke baugleich wieder aufgebaut.