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Diese Themenroute gibt es auch als Broschüre im Online Shop des RVR.

     

Haus Knipp-Eisenbahnbrücke
Rheindeich
47139 Duisburg-Beeckerwerth
                                              

ÖPNV
Von Duisburg Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 901 bis "Friedrichsplatz", dann mit Bus 907 bis "Godesberger Straße", von dort  5 Minuten Fußweg über Rheinbacher Str. und Löwenburgstr. zum Rheindeich
                                              

Tipp
Einen reizvollen Kontrast zur Haus Knipp-Brücke stellt die unmittelbar nördlich 1.030 m lange Schrägseilbrücke des Emscherschnellweges (A 42) dar. Von dem auf ihr verlaufenden Radweg bietet sich auch der beste Blick auf die Eisenbahnbrücke.

Schacht Gerdt unmittelbar nebender Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke wurde 1943 als Wetterschacht für das Bergwerk "Rheinpreußen" abgeteuft und zwei Jahre später in Betrieb genommen. Von 1957 bis 1967 diente er außerdem zur Seilfahrt und Materialförderung. Ab 1971 gehörte der Schacht zum Verbundbergwerk "Rheinland", das ab 1983 u.a. mit dem Abbau im Binsheimer Feld begann. 1990 wurde das Binsheimer Feld mit dem Wetterschacht "Rheinpreußen 8" (Gerdt) ans Bergwerk "Walsum" abgegeben, das den Schacht als ausziehenden Wetterschacht und zur Energie- und Materialversorgung nutzte. Über dem mittlerweile stillgelegten Schacht steht ein Förderturm in Stahlfachwerk-Bauweise nach einem Entwurf der Architekten Schupp und Kremmer.

Themenroute 3 - Duisburg - Industriekultur am Rhein

Haus Knipp-Eisenbahnbrücke

© RIK/ Guntram Walter
Ein altes Wahrzeichen für die Rheinschifffahrt, der in unmittelbarer Nähe stehende Herrensitz Haus Knipp, gab der ersten Eisenbahnbrücke auf Duisburger Gebiet nördlich der Ruhrorter Häfen seinen Namen. 1939 musste das Haus Knipp wegen der Rheindeicherhöhung abgerissen werden.

Als die Haus Knipp-Brücke 1912 dem Verkehr übergeben wurde, stellte sie ein Novum dar, da sie die erste Duisburger Brücke ohne Brückentürme war. Außerdem war sie mit ihrer 186 m weiten Hauptöffnung die größte Eisenbahnbrücke des europäischen Kontinents.

Von Anfang an diente sie hauptsächlich dem Güterverkehr auf der Strecke Neumühl - Meiderich Nord - Baerl mit einer Anschlusslinie nach Hohenbudberg. Nach der Sprengung am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke mit ihrer charakteristischen Fachwerkbalkenkonstruktion mit Unterstützung britischer Pioniere wieder aufgebaut.

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