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Diese Themenroute gibt es auch als Broschüre im Online Shop des RVR.

     

Hebeturm des Ruhrort-Homberger Trajektanstalt
Rheinanlagen 12
47198 Duisburg-Homberg
                                              

ÖPNV
Von Duisburg Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 901 bis "Friedrichsplatz", dann mit Bus 911 oder 925 bis "Goetheplatz"

Themenroute 3 - Duisburg - Industriekultur am Rhein

Hebeturm des Ruhrort-Homberger Trajektanstalt

© RIK/ Guntram Walter
Am Homberger Eisenbahnbassin steht der verbliebene linksrheinische Trajektturm. Ursprünglich bestand die Anlage aus zwei Aufzugs- bzw. Hebetürmen mit Hafenbecken auf den gegenüberliegenden Rheinufern von Ruhrort und Homberg und einer Dampffähre. In den Türmen konnten Eisenbahnwaggons auf einer Aufzugsplattform vom Niveau der Gleisanlagen auf das Deck der Fähre Rhein gesetzt werden, um auf dem anderen Ufer wieder hinauf befördert zu werden. So verknüpfte dieses Trajekt die Eisenbahnnetze der Köln-Mindener auf dem rechten mit der Linie der Ruhrort-Crefeld-Kreis Gladbacher Eisenbahn-Gesellschaft auf dem linken Rheinufer. Der Bau einer Brücke an dieser Stelle war zwar von den Eisenbahngesellschaften gewünscht, konnte jedoch hauptsächlich wegen militärischer Bedenken gegen Brückenbauten nicht realisiert werden, da in ihnen ein strategischer Vorteil für die Franzosen gesehen wurde.

Bereits seit 1847 wurden an dieser Stelle Eisenbahnwaggons über schiefe Ebenen auf Fähren bugsiert. Dieses Verfahren erwies sich als zu unsicher, so dass sich die Gesellschaften zum Bau der Hebeturmanlage entschlossen. Die Aufzüge wurden hydraulisch betrieben und transportierten bereits im ersten Betriebsjahr 1856 47.000 Waggons. Der Bau der Rheinhausener Eisenbahnbrücke 1885 bedeutete das allmähliche Ende für sie. Der Turm am Ruhrorter Eisenbahnbassin wurde 1971 trotz zahlreicher Proteste abgerissen.

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