Das Bergwerk Walsum verfügt über einen eigenen Werkshafen, den Nordhafen Walsum, um die Verkehrsader Rhein für den Abtransport der hier geförderten Kohlen nutzen zu können. Er wurde in den Jahren 1933 bis 1936 angelegt und ist somit das jüngste Duisburger Hafenbecken. Er besteht aus einem lang gestreckten Stichhafenbecken von ca. 450 m Länge und 80 m Breite, dessen Kopf zu einem Wendebecken erweitert ist sowie einer kanalartigen Verbindung zum Rhein. Eine hochwassersichere Kaianlage mit zwei Wippkränen wird für den Kohlenumschlag genutzt. Die Asche aus dem nahe gelegenen Heizkraftwerk und Bergematerial werden mit Hilfe von Förderbändern verladen. Nicht zuletzt wegen der Abraumverladung bewegt sich der Umschlag zwischen zwei und vier Millionen Tonnen pro Jahr. Die Kaiserstraße überquert den Hafenkanal mittels einer Hubbrücke, die es ermöglicht, dass der Hafen auch bei Hochwasser angefahren werden kann.
Walsum verfügt außerdem noch über den Hafen Walsum-Süd, der in den Jahren 1902 bis 1905 als Werkshafen für die Gute Hoffnungshütte (GHH) angelegt wurde. Eine Werkseisenbahnverbindung ermöglichte den Transport von Kohle bzw. Eisen von den Werksanlagen in Oberhausen bis zum Rhein. Hier siedelte sich die GHH- bzw. Haniel-Werft nach ihrer Umsiedlung aus dem Ruhrorter Inselhafen an. Kurz vor dem Abriss war die Werft noch Schauplatz für die letzten Szenen des letzten Schmimanski-Tatortes.