Bereits kurz vor dem Ersten Weltkrieg begannen die Mannesmann-Werke einen eigenen Werkshafen zu bauen, der aber erst 1927 vollständig in Betrieb genommen werden konnte. Damit ist dieser Hafen der jüngste Hüttenhafen am Niederrhein und das südlichste Hafenbassin Duisburgs. Um ruhige Liegeplätze zu bieten, zweigt das Hafenbecken als Stichkanal gegen Strömungsrichtung vom Rhein ab. Die Umschlageinrichtungen wurden mehrfach modernisiert. Sechs Hafenkräne und eine Erztransportanlage übernehmen den Erzumschlag am etwa 550 Meter langen Umschlagkai. Neben Eisenerz werden auch Roh- und Zuschlagstoffe entladen. Besonders charakteristisch ist der Umschlag von Großrohren (Rohre für Erdöl, Erdgasleitungen).
Ein kleiner Spaziergang in der Rheinaue führt direkt bis zum Hafenmund, wo man wohl das Werksgelände nicht betreten darf, aber von dem öffentlichen Weg einen guten Blick auf Hafen und Hochöfen hat. Ein absoluter Geheimtipp - besonders auch des Nachts!