1857 erhielt Haniel die Konzession für ein 93,8 Mio. ha großes Feld auf den Namen Rheinpreußen. Zunächst wurde ein Bergwerk mit zwei Schächten gebaut. Wie damals üblich wurden über den Schachtöffnungen Malakowtürme errichtet, deren massive Bauweise den Zug- und Druckbelastungen durch die Fördereinrichtungen standhalten konnten. Die Kohlenförderung hatte trotz vieler bergtechnischer Schwierigkeiten bereits 1876 begonnen. 1898 folgte die Inbetriebnahme des Schachtes Rheinpreußen 3, wenige Jahre später wurden die Schächte 4 und 5 im Gebiet des heutigen Moers niedergebracht. 1927 und 1934 wurden die zwei Schächte 5 und 6 in Betrieb genommen, die nach dem damaligen Generaldirektor Pattberg-Schächte genannt wurden. Bereits während des Zweiten Weltkriegs wurde ein neues Bergwerk, Rossenray, angelegt, jedoch konnte die Förderung der Steinkohle auf der seinerzeit modernsten Schachtanlage des Reviers erst 1963 aufgenommen werden. Rossenray war ursprünglich als Ersatzbergwerk für die kleinen, veralteten und mittlerweile stillgelegten Bergwerke von Krupp konzipiert worden und von Anbeginn als Großanlage vorgesehen. Nach Übergang in die Ruhrkohle AG wurden zuerst die Pattberg-Schächte und Rossenray verbunden. 1971 entstand dann durch Einbeziehung der Rheinpreußen-Anlagen ein riesiges Verbundwerk, dem man den Namen Rheinland gab. Von dem ehemaligen Verbundwerk ist heute nur noch das Bergwerk West, ehemals Friedrich Heinrich mit Sitz in Kamp-Lintfort übriggeblieben.