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Zeche Sterkrade
Von-Trotha-Straße 28
46149 Oberhausen-Sterkrade
                                              

Geodaten
51° 31' 07,18" N, 6° 49' 48,47" O
                                              

Kontakt
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fon 0231 | 93 11 22-0
www.industriedenkmal-stiftung.de
                                              

ÖPNV
Vom Bahnhof Oberhausen-Sterkrade ca. 10 Minuten Fußweg oder mit Bus 954, 959 bis "Zeche Sterkrade"

Themenroute 4 - Oberhausen - Industrie macht Stadt

Zeche Sterkrade

© RIK/ Guntram Walter
Die spätere Zeche Sterkrade war zuerst nur als Wetterschacht der Zeche Osterfeld und zusätzlicher fahrbarer Ausgang für Zeche Hugo geplant. Ihr vollständiger Ausbau zur Kohleförderung wurde vermutlich beschlossen, als 1898 der erste Schacht der späteren Zeche Hugo zu Bruch ging und aufgegeben werden mußte. 1903 waren Fördergerüst mit Schachthalle, Waschkaue, Bürogebäude und Kesselhaus fertiggestellt, und die Förderung konnte beginnen. Bis 1905 folgten Separation, Kohlenwäsche und ein erstes Kraftwerk. Mit der Fertigstellung von Kokerei und Nebenproduktenanlage endete 1908 die Ausbauphase der Zeche Sterkrade. Im Zuge von Rationalisierungsbestrebungen wurden die Zechen Osterfeld und Jacobi Anfang der dreißiger Jahre zu Großschachtanlagen ausgebaut und die Zeche Sterkrade als Außenschachtanlage der Zeche Osterfeld angegliedert.

Nach Bildung des Verbundbergwerks Lohberg-Osterfeld folgte 1991 die Einstellung des Betriebs auf Zeche Sterkrade. Erhalten sind neben dem Gebäude der Kondensation und Resten der Kokerei insbesondere das Fördergerüst und die Schachthalle von Schacht I aus dem Jahre 1903. Das Fördergerüst ist ein sogenanntes "Deutsches Strebengerüst" der Bauart Promnitz. Es war zur Aufnahme von vier Seilscheiben vorgesehen, von denen zwei erhalten sind. Das Gerüst von Schacht I gehört zu den wenigen erhaltenen "Promnitz-Gerüsten", bei denen die Strebe mit drei Beinen ausgeführt ist. Bei der Schachthalle handelt es sich um einen dreigeschossigen Massivbau aus Backstein mit historisierenden Stilformen. Um die Erbauungszeit hatte sich bereits die Stahlfachwerkkonstruktion durchgesetzt, die Erschütterungen aus dem Förderbetrieb besser aufnehmen konnte als massiv gebaute Hallen. Die Schachthalle der Zeche Sterkrade ist eine der letzten erhaltenen Schachthallen des Rheinlandes in Massivbauweise.

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