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Städtischer Friedhof Bredeney
Westerwaldstraße
45133 Essen-Bredeney
                                              

ÖPNV
Von Essen Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 101 oder 107 bis "Bredeney", dann mit Bus 169 oder 194 bis "Bredeney Friedhof"

Themenroute 5 - Krupp und die Stadt Essen

Krupp-Familienfriedhof

© RIK/ R. Budde
Man geht zunächst durch das Haupttor des Friedhofs Bredeney in Richtung Friedhofskapelle, den nächsten Hauptweg links, dann wieder den Hauptweg rechts zum eingezäunten Bereich auf der linken Seite, biegt dort links ein und steht am Eingangstor der Krupp-Familiengrabanlage. Die Gräber der Familie Krupp haben sich allerdings nicht immer hier befunden. So wurde der Großvater des Gründervaters der Gußstahlfabrik, der Kaufmann Friedrich Jodocus Krupp (1709-1757), in der Essener Marktkirche (St. Gertrud) beigesetzt. Sein Enkel, der Firmengründer Friedrich Krupp, wurde im Oktober 1826 zwischen der ersten und der zweiten Weberstraße, dem damaligen evangelischen Friedhof Essen, begraben. Dieser Friedhof fiel der Bauplanung zum Opfer und wurde daher eingeebnet.

Die Witwe Friedrich Krupps, Therese Krupp geborene Wilhelmi, fand 24 Jahre nach ihrem Mann auf der nördlichen Seite des Friedhofs vor dem Kettwiger Tor an der Hohenburgstraße ihre letzte Ruhestätte. Durch die Erweiterung des südlichen Bahnhofsvorplatzes war eine Umbettung Therese Krupps 1910 auf den Kruppschen Friedhof an der Freiheit notwendig, der an den städtischen Friedhof angegliedert, aber durch Mauer und Tor meist verschlossen war. Auch Alfred Krupp, seine Frau Bertha geb. Eichhoff, ihr Sohn Friedrich Alfred Krupp und seine Gattin Margarethe wurden hier begraben, ferner der Ur-Enkel Alfred Krupps, Arnold von Bohlen und Halbach, der schon als Säugling starb. Der städtische Friedhof war auch die letzte Ruhestätte anderer prominenter Essener: Huyssen, Grillo, Flashof, Sölling, Ueberfeld, Zweigert und Funcke.

1955 fiel auch dieser Friedhof der Stadtplanung zum Opfer. Auf Teilen des Krupp-Friedhofs wurde ein neues Parkhaus errichtet und die Gräber bzw. Grabplatten der Krupps mußten auf den städtischen Friedhof Essen-Bredeney verlegt werden. Die Nähe zur Villa Hügel, die landschaftlich reizvolle Umgebung sowie die Verbundenheit der Familie Krupp mit Bredeney legten diese Umbettung nahe.

Betritt man den eingezäunten Friedhofsteil, in dem die Krupps begraben liegen, so ist auf der linken Seite das imponierende Grabmal Friedrich Alfred Krupps zu sehen. Der aus poliertem schwarzen Marmor bestehende Sarkophag, der von einem bronzenen Adler mit ausgebreiteten Flügeln überdeckt wird, wurde von dem Münchner Bildhauer Otto Lang (1855-1928) geschaffen. Neben Alfreds Grabmonument befindet sich die letzte Ruhestätte seiner Ehefrau Bertha Krupp, geb. Eichhoff, deren Grabmal ebenfalls von Otto Lang gestaltet wurde.

Geht man vom Grabmal Alfred Krupps zurück zur Grabstätte seines Sohnes Friedrich Alfred, so befindet sich hinter dieser die marmorne Grabstätte seiner Ehefrau, Margarethe Krupp, geb. Freiin von Ende, der Stifterin der Margarethenhöhe. Rechts des Hauptweges, gegenüber von Friedrich Alfreds Sarkophag, sieht man die Grabplatten des Firmengründers Friedrich Krupp und Therese Krupps, geb. Wilhelmi, seiner Ehefrau. Rechts davon befindet sich als nächstes die Ruhestätte Alfried Krupp von Bohlen und Halbachs, des letzten Firmeninhabers. Rechts davon liegen seine Eltern Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und Bertha Krupp von Bohlen und Halbach begraben. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach war 1950 in Blühnbach auf dem Kruppschen Besitztum im Salzburgischen verstorben und zunächst im Familiengrab der von Bohlen in Süddeutschland beigesetzt. Nach dem Tod seiner Frau Bertha 1957 wurde die Urne Gustavs nach Essen überführt und auf dem Bredeneyer Friedhof beigesetzt. Unmittelbar neben den Eheleuten Bertha und Gustav ist Berthas Schwester, Barbara von Wilmowsky, mit ihrem Ehemann Thilo begraben. Daran schließen sich die Gräber der Kinder von Gustav und Barbara an: Arnold, der schon als Baby starb , daneben Harald (gest. 1984) sowie Claus und Eckbert, die beide im Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Die im August 1997 verstorbene Sita von Bohlen, die Ehefrau von Claus von Bohlen, wurde neben ihrem Ehemann beerdigt.

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