Siedlung Alfredshof
Die größte Essener Krupp-Siedlung in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg war der Alfredshof, der in verschiedenen Bauperioden zwischen 1893 und 1918 entstand. Der älteste Teil aus den Jahren 1893 bis 1899, der sich zwischen Münchener Str. und Keplerstraße beiderseits der Kruppstraße (heutige A40) erstreckte, wurde im Krieg vollständig zerstört. Die Ein- bis Vierfamilienhäuser waren nach Vorbild der englischen Gartenstädte gebaut worden und zeichneten sich durch ihre vorbildliche Ausstattung aus.
Nach 1907 errichtete man aus Platzgründen Wohnblocks mit Hofanlagen, die als Spiel- und Begegnungsstätten von den Bewohnern genutzt wurden. Die umfassende Begrünung der Innenhöfe und Straßen wurde durch eine Parkanlage im Kern ergänzt. Als einziges geschlossenes Viertel überstand der sog. Simson-Block den Krieg.
In direkter Nachbarschaft zum Alfredshof entstand in den späten 1950er Jahren die Krupp-Siedlung Alfredspark, die durch ihre Einförmigkeit und Monotonie einen Gegensatz zum Alfredshof bildet.