Auf Betreiben des Freiherrn vom Stein schuf die preußische Regierung im Jahre 1792 in Wetter an der Ruhr ein Oberbergamt als Aufsichts- und Verwaltungs- behörde für die westfälischen Zechen. Es wurde später nach Essen, dann nach Bochum verlegt und musste nach dem Tilsiter Frieden 1807 seine Tätigkeit einstellen. Nach Konsolidierung der preußischen Herrschaft wurde es 1815 in Dortmund neu eingerichtet und bezog ein Dienstgebäude auf der Ostseite des Marktes.
Den entscheidenden Entwicklungsschub für den Bergbau brachte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn, gefolgt von der Eisenindustrie. Deren Nachfrage nach Steinkohle bzw. Koks ließ aus Dortmund ein Zentrum des Kohlenbergbaus und Kokereiwesens werden. Mit 257 Koksöfen dürfte die Stadt im Jahre 1855 die erste Stelle im Ruhrgebiet eingenommen haben. Neben technischen Neuerungen, die den Übergang vom Stollenbetrieb zum Tiefbau ermöglichten, trug auch die schrittweise Liberalisierung des Bergrechtes zum Aufschwung des Bergbaus bei. Im Zuge der Ablösung des Direktions- durch das Inspektionsprinzip verzichtete der Staat auf die Leitung der Bergbauunternehmen und zog sich auf die Bergaufsicht zurück. Ihren Abschluss fand die Neuordnung mit dem Allgemeinen Bergrecht für die Preußischen Staaten von 1865.
Mit der stürmischen Entwicklung des Bergbaus nahmen die Aufgaben der Behörde und die Zahl der Beamten zu, so dass die Räumlichkeiten am Markt nicht mehr ausreichten. Deshalb wurde 1875 ein neues Oberbergamt am Ostwall gebaut. 30 Jahre später konnte auch dieses Gebäude den Anforderungen nicht mehr genügen. Regierungsbaumeister Behrendt und Baurat Claren entwarfen als nunmehr dritten Sitz des Oberbergamtes in Dortmund das Behördengebäude in der Goebenstraße, das 1910 fertiggestellt wurde.
Der mehrteilige Gebäudekomplex, welcher der Bedeutung des Bergbaus und der mit seiner Regelung befassten Behörde baulichen Ausdruck verleiht, wird von dem schlossähnlichen dreigeschossigen Hauptbau mit Uhrturm beherrscht. In der Kronprinzenstraße verbindet ein zurückversetzter zweigeschossiger Gebäudetrakt den Hauptbau mit dem Dienstwohngebäude im Stil einer Villa. Das Oberbergamt erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden, wurde aber bis auf das Dach weitgehend unverändert wiederhergestellt. Bei der Restaurierung 1990 erhielt auch das hohe Dach mit dem schiefergedeckten Uhrturm wieder seine ursprüngliche Form.
Die Oberbergämter in Bonn und Dortmund wurden 1970 zum Landesoberbergamt Nordrhein-Westfalen zusammengefasst, dem als oberster Landesbehörde für den Bergbau zehn Bergämter unterstanden. Aufgaben des Landesoberbergamtes waren die staatliche Aufsicht über alle Bergbauangelegenheiten, Fragen von Eigentums- und Nutzungsrechten, Arbeitssicherheit und Berufsausbildung, der Schutz der Lagerstätten, die Sicherung und Ordnung der Oberflächennutzung ebenso wie der Immissions- und Gewässerschutz. Zum 1.1.2001 wurde das Landesoberbergamt aufgelöst und an gleicher Stelle von der neuen Abteilung "Bergbau und Energie in Nordrhein-Westfalen" der Bezirksregierung Arnsberg übernommen, wobei die Aufgaben der neuen Abteilung im wesentlichen dem Arbeitsspektrum des bisherigen Landesoberbergamts entsprechen.