Themenrouten
Hier ist das Ruhrgebiet
zu Hause
 
 
 

Druckversion      eine Seite zurück | 50/50 |

Diese Themenroute gibt es auch als Broschüre im Online Shop des RVR.

     

Syburger Bergbauweg
Hohensyburgstraße
44265 Dortmund-Syburg
                                              

Information
Förderverein Bergbauhistorische Stätten e.V.,
Herr Bücking
Fon 02 31 | 71 36 96
                                              

ÖPNV
Von Dortmund Hbf mit Casinobus 444 (zuschlagpflichtig), von Hagen Hbf mit Bus 544 bis "Syburg Casino"

Themenroute 6 - Dreiklang Kohle Stahl Bier

Syburger Bergbauweg

© RIK/ R. Budde
Am Syberg gibt es nicht nur Wallanlagen, Burgenreste und modernes Freizeitvergnügen. Die Industriegeschichte ist ebenfalls präsent. Am steilen Westhang des Sybergs, zwischen den Serpentinen der Hengsteystraße und der Hohensyburger Burgruine, ist das Flöz Sengsbank, das geologisch älteste, abbaubare Steinkohlenflöz des Ruhrreviers, aufgeschlossen. Der Kohlenbergbau an dieser Stelle wurde 1582 erstmals urkundlich erwähnt, als Mathias Becker, Richter zu Schwerte und Westhofen, von seinem Landesherrn die Erlaubnis erhielt, Kohle im Tagebau zu gewinnen. Im Laufe der Jahrhunderte bauten drei Zechen nacheinander die Kohlenvorkommen ab.

Der Syburger Bergbauweg verbindet Stollen und Schachtpingen (Einsturztrichter) der drei Stollenzechen "Beckersches Feld" (16. Jahrhundert), "Schleifmühle" (18. Jahrhundert) und "Graf Wittekind" (19. Jahrhundert). Zu sehen sind vier renovierte Stollenmundlöcher, ein Flözaufschluss, die Standorte ehemaliger Zechenhäuser und einer Handwinde, ein Bremsberg sowie frühe Kohlenziehwege. Darüber hinaus eröffnet der beschilderte Wanderweg, der zwar nur 2,5 km lang ist, aber durch steiles Gelände führt, auf kleinem Raum einen Einblick in die Bergbaugeschichte des Ruhrgebietes.

Die von der Zeche Schleifmühle geförderten Kohlen wurden vornehmlich in Schmieden und Kalköfen südlich der Ruhr verwendet. Im Jahre 1755 war die Zeche Schleifmühle die einzige im Amt Schwerte. Sechs Mann förderten 164 Tonnen Kohle im Wert von 244 Reichstalern. Die Zeche wechselte häufig ihren Besitzer, ein deutliches Indiz für unbefriedigende Betriebsergebnisse. Auch der Kaufmann und marxistische Theoretiker Friedrich Engels erbte Anteile an Schleifmühle, allerdings zu einem Zeitpunkt, als die Zeche schon lange stilllag und die Anteile wohl nur noch Papierwert besaßen. Zeche Johannes Erbstollen, Darbovenstraße, Kruckel. Die massiven Bruchsteinbauten, die schon mehrere Umnutzungen erfahren haben, erinnern an die Zeche Johannes Erbstollen, deren Geschichte bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Ab 1855 wurde Kohlenabbau an dieser Stelle zum Erliegen.

Tipp
Maschinenhaus der Zeche Glückaufsegen III, Am Rombergpark 31, Brünninghausen.
Das Kohlenfeld der späteren Zeche Glückaufsegen wurde schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts abgebaut. Um 1830 begann der Stollenbau, und noch in den 1830er Jahren wurde der erste Schacht abgeteuft. Das erhaltene Maschinenhaus für den Schacht III stammt von 1922. Die Zeche wurde 1926 stillgelegt.

eine Seite zurück | 50/50 |