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Diese Themenroute gibt es auch als Broschüre im Online Shop des RVR.

     

Zeche Gneisenau
Altenderner Straße/ Derner Straße
44329 Dortmund-Derne
                                              

Geodaten
51° 33' 58,79" N, 7° 31' 30,30" O
                                              

Kontakt
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fon 0231 | 93 11 22-0
www.industriedenkmal-stiftung.de
                                              

ÖPNV
Vom Bahnhof "Dortmund-Derne" ca. 5 Minuten Fußweg

Themenroute 6 - Dreiklang Kohle Stahl Bier

Zeche Gneisenau

© RIK/ R. Budde
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Über 100 Jahre lebten die Menschen im Dortmunder Stadtteil Derne im Schatten der Zeche, des Kraftwerks und der Kokerei Gneisenau. Die Anfänge der Zeche gehen auf die 1855 in Neuss gegründete Bohrgesellschaft Union zurück.

Die "Gewerkschaft Gneisenau" teufte 1873 den ersten Schacht ab. Aufgrund der hohen Wasserzuflüsse dauerte es über zehn Jahre bis 1886 die Förderung aufgenommen werden konnte. Noch während der Arbeiten ließ das Unternehmen einen zweiten Schacht anlegen. Nachdem die Harpener Bergbau AG 1891 die Zeche übernommen hatte, entwickelte sich Gneisenau zu einer der größten Verbundzechen des Ruhrbergbaus. Zwei schwere Unfälle begleiteten die Anfangsjahre: 15 Bergleute kamen 1887 bei einer Schlagwetterexplosion ums Leben, 13 Todesopfer forderte eine Explosion, die sich 1902 beim Abladen von Dynamit auf dem Zechenplatz ereignete. Nach der Stilllegung (Zeche 1985, Kokerei 1989, Kraftwerk 1990) und dem Abriss der meisten Tagesanlagen erinnern die beiden unter Denkmalschutz stehenden Fördergerüste der Schächte II und IV an die bergbaugeschichtliche Vergangenheit Dernes.

Das mittlerweile restaurierte Fördergerüst von Schacht II (1885/1886) gehört zur Bauart Tomson-Bock, einer Sonderform des englischen Bockgerüstes, die nach Eugen Tomson benannt wurde, dem Werksdirektor der Harpener Bergbau-AG auf Zeche Gneisenau von 1882 bis 1900. Es ist der einzige noch erhaltene Tomson-Bock im Ruhrgebiet und vermutlich das älteste Fördergerüst in Westfalen. Das 52 m hohe Doppelbockgerüst über Schacht IV (1933/34) bildet ein Wahrzeichen Dernes. Hier sind in den beiden Maschinenhäusern auch noch die alten Zwillingsdampfmaschinen erhalten geblieben.

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