Emscherbruch
Bis in das 19. Jahrhundert war der Emscherbruch eine kaum besiedelte, sumpfige Wald- und Wiesenlandschaft, geprägt durch die in zahlreichenden Windungen dahinfließende Emscher. Mit den Zechen Bismarck, Ewald und Unser Fritz drang ab den 1870er Jahren der Bergbau in diese Region vor.
Der Steinkohleabbau ließ das Gelände kontinuierlich absinken und behinderte den natürlichen Abfluss der Emscher. Weitere Sumpfgebiete entstanden und sowohl Industrie als auch die schnell wachsenden Gemeinden und Städte leiteten ihre Abwässer in die Emscher. Der Fluss verwandelte sich zunehmend in eine Kloake mit auch für die Menschen bedrohliche Folgen wie Cholera und Typhus. Die um die Wende zum 20. Jahrhundert gegründete Emschergenossenschaft sorgte deshalb für die Kanalisierung des Flusses und seiner Zuläufe.
Mit Ausnahme des im Zuge des Autobahnbaus entstandenen Ewaldsees, welcher der nahegelegenen, gleichnamigen Zeche als Kühlreservoir diente, sind die heute sichtbaren Sumpf- und Wasserflächen eine Folge weiterer Bergsenkungen. Sie bieten heute Wasservögeln, Fledermäusen, Wasserpflanzen und vielen anderen Tier- und Pfanzenarten eine Heimat. Das abwechslungsreiche Waldgebiet rund um den Ewaldsee wird durch zwei Rundwege mit einem Waldlehrpfad erschlossen.