Information Förderverein Bergbauhistorische Stätten e.V. Heinrich Bertelsbeck Fon 0 23 61 | 37 20 68
ÖPNV Von Dortmund Hbf mit Casinobus Linie 444 (zuschlagpflichtig); von Hagen Hbf mit Bus-Linie 544 bis "Syburg Casino"
Tipp Zeche Johannes Erbstollen, Darbovenstraße, Dortmund-Kruckel. Die massiven Bruchsteinbauten, die schon mehrere Umnutzungen erfahren haben, erinnern an die Zeche Johannes Erbstollen, deren Geschichte bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Ab 1855 kam der Kohlenabbau an dieser Stelle zum Erliegen.
Maschinenhaus der Zeche Glückaufsegen III, Am Rombergpark 31, Dortmund-Brünninghausen Das Kohlenfeld der späteren Zeche Glückaufsegen wurde schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts abgebaut. Um 1830 begann der Stollenbau, und noch in den 1830er Jahren wurde der erste Schacht abgeteuft. Das erhaltene Maschinenhaus für den Schacht III stammt von 1922. Die Zeche wurde 1926 stillgelegt.
Syburg, südlichster Ortsteil von Dortmund und idyllisch oberhalb der Ruhr gelegen, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits in der Mittelsteinzeit (8000 - 4500 Jahre v. Chr.) zogen hier Jäger und Sammler durch die Wälder und um 800 v. Chr. gab es an dieser Stelle die erste Siedlung. Ende des 7. Jahrhunderts n. Chr. drangen sächsische Stämme in dieses Gebiet ein und gründeten eine 14 ha umfassende Wallburg, die im Jahr 775 von Karl dem Großen erobert wurde. Im Mittelalter diente die 1100 erbaute Syburger Burg zur Grenzsicherung des Sachsenlandes.
Der Bau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals (1893 - 1902) auf der Höhe des Ardeygebirges und im Gefolge zahlreicher Ausflugslokale begründeten die Beliebtheit Hohensyburgs als Ausflugsziel für Touristen aus nah und fern. 1985 wurde das "Casino Hohensyburg" eröffnet, das neben dem umsatzstärksten Spielcasino Deutschlands auch vielfältige Kultur-, Gastronomie und Veranstaltungsmöglichkeiten bietet.
Doch der Besucher findet hier nicht nur Wallanlagen, Burgenreste und modernes Freizeitvergnügen. Die Industriegeschichte ist ebenfalls präsent. Am Syberg ist das Flöz Senksbank als geologisch ältestes, abbaubares Steinkohlenflöz der Ruhrreviers aufgeschlossen. Drei Zechen bauten es nacheinander ab. Der Syburger Bergbauwanderweg, der 1986 angelegt wurde, verbindet Stollen und Schachtpingen (Einsturztrichter) der drei frühen Stollenzechen "Beckersches Feld" (16. Jh.), "Schleifmühle" (18. Jh.) und "Graf Wittekind" (19. Jh.). Zu sehen sind vier renovierte Stollenmundlöcher, ein Flözaufschluß, die Standorte ehemaliger Zechenhäuser und einer Handwinde, ein Bremsberg sowie frühe Kohlenziehwege. Die ehemaligen Grubengebäude sind heute teilweise im Inneren wieder erschlossen. Dabei gewann man wertvolle Funde, die in einmaliger Art die frühen Abbautechniken zeigen. Der nur 2,5 km lange Wanderweg, der allerdings durch steiles Gelände führt, eröffnet daher auf nur kleinem Raum einen intensiven und interessanten Einblick in die Zeit der Bergbaugeschichte des Ruhrgebiets.