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Eisenbahnbrücke Kettwig
Werdener Straße
45219 Essen-Kettwig
                                              

ÖPNV
S-Bahnhof "Kettwig Stausee"

Themenroute 12 - Geschichte und Gegenwart der Ruhr

Eisenbahnbrücke Kettwig

© RIK/ R. Budde
Im Oktober 1886 wurde der "BME Bergisch-Märkischen-Eisenbahn", einer der drei großen Privatbahnen, die das Ruhrgebiet einst erschlossen haben, die Konzession zum Bau der "Ruhrtalbahn"erteilt. Sie sollte das Ruhrtal von Düsseldorf aus erschließen - mit einem Streckenverlauf über Ratingen, Kettwig, Werden, Kupferdreh, Herdecke, Schwerte, Arnsberg und schließlich bis nach Kassel. 1872 war die Strecke bis nach Kupferdreh fertiggestellt.

1877 ergänzte die Strecke von Essen Hbf nach Werden das Netz, wodurch sich eine durchgehende Verbindung zwischen Essen und Düsseldorf ergab. Sie dient heute ausschließlich dem S-Bahnverkehr und ist ein beliebtes Motiv für Eisenbahnfotografen.

In Vergessenheit geraten ist die so genannte "Untere Ruhrtalbahn" zwischen Mülheim-Styrum und Kettwig, die 1876 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn eröffnet wurde (siehe auch Ringlokschuppen und Camera Obscura in Mülheim). Sie zweigte in Styrum von der Hauptstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn ab und erreichte über Broich, Saarn und Mintard den Bahnhof Kettwig. Am Ortseingang von Kettwig stiegen Reisende bis 1968 im Bahnhof "Kettwig Stausee" aus, um über einige Treppen den heutigen S-Bahnhof zum Umsteigen in die Ruhrtalbahn zu erreichen. Vor dem Zweiten Weltkrieg konnte man noch ohne Umsteigen direkt nach Kettwig gelangen, denn die Untere Ruhrtalbahn hatte eine (tiefer liegende) eigene Brücke, deren Widerlager noch gut sichtbar sind. Hier in Kettwig bestand zusätzlich Anschluss an die Bahnlinie über Heiligenhaus nach Velbert, von der sich noch viele Spuren in den schönen, kleinen Bachtälern hinauf ins Niederbergische Land finden.

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