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Hohensyburg
Hohensyburger Straße
44265 Dortmund-Syburg
                                              

ÖPNV
Von Dortmund Hbf mit Casinobus Linie 444 (zuschlagpflichtig); von Hagen Hbf mit Bus 544 bis "Syburg Casino"

Themenroute 12 - Geschichte und Gegenwart der Ruhr

Hohensyburg

© RIK/ Guntram Walter
Nördlich des in den 1920er Jahren aufgestauten Hengsteysees liegt im Ardeygebirge die Ruine der Hohensyburg. Sie wurde nach 1100 errichtet, um den nahen Reichshof Westhofen zu sichern. Aber bereits 1287 zerstörte Graf Engelbert III. von der Mark die Hohensyburg, weil die Burgherren die günstige Lage zum Raubritterturm genutzt hatten. Die Burgruine beherbergt heute eine Gefallenen-Gedenkstätte. Schon im 8. Jahrhundert n. Chr. hatten sächsische Stämme eine Wallburg angelegt, die von Karl dem Großen erobert wurde. Reste der Wallanlagen können besichtigt werden.

Westlich der Burgruine befindet sich ein Aussichtsturm von 1857, der nach dem ersten westfälischen Oberpräsidenten Freiherr Ludwig von Vincke benannt ist. Der Freiherr war seit 1810 Besitzer der Burganlage. Am Westrand der Bergkuppe steht das weithin sichtbare, 1902 enthüllte Kaiser-Wilhelm-Denkmal im neugotischen Stil. Der Kaiser sitzt zu Pferd vor einem 34 m hohen Turm und wird von den Standbildern Bismarcks und Moltkes flankiert. Das Denkmal wurde 1935/36 auf seine baulichen Grundformen reduziert, die Figuren zum Teil umgruppiert bzw. entfernt.

Der Bau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals (1893 - 1902) auf der Höhe des Ardeygebirges und im Gefolge zahlreicher Ausflugslokale begründeten die Beliebtheit Hohensyburgs als Ausflugsziel für Touristen aus nah und fern. 1985 wurde das "Casino Hohensyburg" eröffnet, das neben dem umsatzstärksten Spielcasino Deutschlands auch vielfältige Kultur-, Gastronomie und Veranstaltungsmöglichkeiten bietet.

Von Hohensyburg bietet sich ein weiter Blick auf das Ruhrtal, auf die Mündung der Lenne in die Ruhr und auf den Hengsteysee am Fuße des Berges. Ganz in der Nähe fällt im Westen der Blick auf das Koepchenwerk, das als Pumpspeicherwerk in Spitzenlastzeiten Energie für das Ruhrgebiet liefert.

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