Kemnader See

Der 1979 fertiggestellte Stausee ist der Jüngste in der Familie der fünf Ruhrstauseen (eigentlich waren acht geplant) des Ruhrverbands und hat sich zum Surf- und Segelparadies des Ruhrgebiets herausgemacht. Oberhalb des besonders flach in die Landschaft eingepaßten Stauwehrs mit einer Stauhöhe von 2,60 Metern erstreckt sich der drei Kilometer lange und etwa 430 Meter breite See mit einem Inhalt von drei Millionen m³ und einer Oberfläche von 1,25 Quadratkilometern. Wegen der geringen Höhendifferenz wurde kein Wasserkraftwerk integriert. Fische können den Höhenunterschied in einer "Fischtreppe" in beiden Richtungen überwinden. Kanus und Ruderboote passieren die Staustufe in einer Bootsgasse. Die Transportschifffahrt hat im mittleren Bereich der Ruhr heute keine Bedeutung mehr. Beim Bau des Sees wurde deshalb auch auf eine Schiffsschleuse verzichtet.

Der Besucher findet Bootshallen für Kanuten, Ruderer und Surfer sowie eine Segelschule. In den Monaten April bis Oktober verkehrt auf dem See das Fahrgastschiff MS Kemnade mit regelmäßigem Fahrplan. Die Rundfahrt über den See dauert etwa eine Stunde.

Aber auch Landratten kommen auf ihre Kosten. Spiel- und Sportanlagen, Inline-Skating und ein Fahrradverleih sowie das Freizeitbad Heveney bieten Erholung und Spaß. Wer dagegen Industriegeschichte schnuppern will, der sollte ans Nordufer des Sees gehen. Hier befindet sich die ehemalige Stollen- und Schachtanlage Gibraltar, die durch den Bergbauwanderweg Bochum-Süd erschlossen ist.
Kemnader See
Stauwehr: Bochum-Stiepel
Freizeitbad und Hafen: Witten-Heven
                                              

ÖPNV
Von Bochum Hbf oder Hattingen Mitte mit Bus CE31 bis "Kemnader Brücke", von Witten Hbf mit Bus 320, 375 oder 376 bis "Freizeitbad Heveney" oder mit Bus 375, 376 bis "Hafen Heveney"