Papiermühlenschleuse
In Werden ließ 1777/78 der Abt von Werden am linken Ruhrufer eine Schleuse neben einer Papiermühle bauen. Verblüfft ist man bei näherem Hinsehen, denn hinter der Schleuse geht's heute nicht mehr weiter, jedenfalls nicht mit der Ruhr. Mit dem Bau des Baldeneysees 1931- 33 wurde die Flußstrecke in Werden reguliert, der Flußlauf verändert. Mit Inbetriebnahme des Kettwiger Stausees 1950 stieg der Stauwasserspiegel um etwa zwei Meter und schuf damit auf der Strecke von Kettwig bis zum Baldeneysee eine stets ausreichende Fahrwassertiefe. Die Schleuse wurde überflüssig - und zugeschüttet.
Über 30 Jahre lang war die Schleuse vom Erdboden verschluckt. Doch sie sollte wieder auferstehen: Im Jahr 1987 wurden die Schleuse und das alte Schleusenhaus unter Denkmalschutz gestellt. Das war der Anlaß, die Schleuse wieder freizulegen, zu restaurieren und ans Unterwasser der Ruhr anzubinden. Der historische Zustand wurde von Staatlichen Umweltamt Duisburg mit viel Engagement wiederhergestellt. Auch der historische Leinpfad liegt seit 1993 auf einem kurzen Abschnitt in Höhe der Schleusenanlage wieder frei und ist heute ein schöner Spazierweg, von dem man einen Blick auf die alte Schleuse werfen kann.