Themenrouten
Hier ist das Ruhrgebiet
zu Hause
 
 
 

Druckversion      eine Seite zurück | 16/89 | eine Seite weiter

Diese Themenroute gibt es auch als Broschüre im Online Shop des RVR.

     

Kokerei Hansa

Stiftung Industriedenkmal- pflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fon 02 31 | 93 11 22 33
www.industriedenkmal-stiftung.de
                                              

Geodaten
51° 32' 22" N, 7° 24' 51" O
RVR-Geodatenserver
                                              

ÖPNV
Von Dortmund Hbf
(U-Stadtbahn-Ebene) mit Stadtbahn U47 Richtung Westerfilde bis "Parsevalstraße", dann ca. 5 Minuten Fußweg
                                              

Öffnungszeiten
April bis Oktober:
Di -  So 10-18 Uhr
November bis März:
Di- So 10-16 Uhr
                                              

Führungen
Alle Angaben zum umfangreichen Führungs- programm finden Sie hier.
                                              

Download
Faltblatt Industrienatur
                                              

Aktuelle Veranstaltungen finden Sie in route aktuell.
                                              

Allgemeine Hinweise für den Besuch im Rollstuhl Allgemeine Hinweise für blinde und sehbehinderte Gäste
Hinweise für Besucher mit Behinderung finden Sie hier:
                                              

Themenroute 16 - Westfälische Bergbauroute

Kokerei Hansa

© RIK/ Guntram Walter
Die Kokerei Hansa wurde 1926-28 von der Vereinigten Stahlwerke AG errichtet und war eine von insgesamt siebzehn Großkokereien im Ruhrgebiet, die im Zusammenhang mit den Rationalisierungsmaßnahmen in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre entstanden. Im Zuge der Aufrüstung wuchs sie bis 1941 zur größten Kokerei im Ruhrgebiet. Die Anlage steht für die Gasverbundwirtschaft der Ruhrindustrie. Ab 1928 lieferte sie Koksgas an das Union-Hüttenwerk, das im Gegenzug Gichtgas zur Beheizung der Koksöfen abgab. 1930 wurde die Kokslieferung an die Ruhrgas-AG aufgenommen.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Kokerei Kaiserstuhl wurde die Kokerei Hansa 1992 stillgelegt. Ein Erlebnispfad erschließt heute Technik, Geschichte und die seit der Stilllegung entstandene Vegetation, die Hansa zu den interessantesten Standorten der "Industrienatur" macht. Die Besucher können sich das Denkmal erwandern und dabei sowohl die besondere Faszination der Anlage und das kontrastreiche Miteinander von Technik und Natur erleben als auch die Funktionsweise der Kokerei kennenlernen. In den Räumen der ehemaligen Waschkaue ist eine Ausstellung über die Kokerei Hansa zu sehen. Einen Höhepunkt der Besichtigung bildet die Kompressorenhalle mit fünf imposanten dampfangetriebenen Gaskompressoren aus den Baujahren 1928 bzw. 1938, die das Gas für die Einspeisung in das Leitungsnetz verdichteten.

Die Kokerei ist Sitz der Stifung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Auf Initiative der RAG und des Landes NRW wurde sie 1995 bundesweit als erste Stiftung für den Erhalt von Industriedenkmälern gegründet. Ihr Zweck ist es, die ihr übereigneten Denkmale zu schützen und zu erhalten, sinnvoll zu nutzen, wissenschaftlich zu erforschen und öffentlich zugänglich zu machen.


Tipp
Alte Schmiede" der Zeche Hansa, südlich der Kokerei gelegen. Das im Stil der Backsteingotik 1903 errichtete Bauwerk wurde nach den Entwürfen von Paul Knobbe errichtet, der auch für die Übertageanlagen der Zeche Zollern II/IV verantwortlich zeichnete. Das sorgfältig restaurierte Gebäude dient seit 1999 als Veranstaltungsgebäude für Vereine des Stadtteils Huckarde. Die übrigen erhaltenen Bauten der Zeche Hansa, so auch der noch der Wasserhaltung dienende Förderturm über Schacht 3, stammen aus den 1950er Jahren.

eine Seite zurück | 16/89 | eine Seite weiter