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Diese Themenroute gibt es auch als Broschüre im Online Shop des RVR.

     

Dahlhauser Heide

Hordeler Heide
44793 Bochum-Hordel
                                              

Geodaten
RVR-Geodatenserver
                                              

ÖPNV
Von Bochum Hbf mit Bus 368 bis "Hordeler Heide"

Themenroute 16 - Westfälische Bergbauroute

Siedlung Dahlhauser Heide

© RIK/ Guntram Walter
Sie ist Bochums bekannteste Siedlung und wird im Volksmund gerne "Kappeskolonie" genannt. Den ersten Namen erhielt sie, weil die Firma Krupp sie zwischen 1906 und 1915 auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes Dahlhausen errichten ließ, ihren Spitznamen, weil die Bergleute in ihren Gärten bevorzugt Kappes anbauten. Die Planung der Siedlung für die Belegschaft der Zechen Hannover und Hannibal hatte der leitende Architekt des Kruppschen Baubüros, der aus Württemberg stammende Robert Schmohl, übernommen. Er verquickte die Idee der Gartenstadt mit dem Heimatstil und entwarf eine Arbeitersiedlung mit dörflichem Charakter. Eine variantenreiche, fachwerkähnliche Fassadengestaltung, tief heruntergezogene Dachtraufen und Ställe zwischen den Häusern erinnern an altwestfälische Bauernhöfe. Das Zweifamilienhaus mit Wohnküche und guter Stube im Erdgeschoss und zwei Schlafräumen im Obergeschoss ist vorherrschender Bautyp. Großzügig angelegte Gärten und eine geschickte Eingrünung der zumeist gewundenen Straßen und Plätze unterstreichen das Bild einer romantisch-heimatlichen Idylle. Die Siedlung besaß mit zwei Konsumanstalten, einer Bierhalle, zwei Kindergärten und zwei Schulen eine eigenständige Infrastruktur.

Ende der 1970er Jahre wurde die Siedlung Dahlhauser Heide vom Landeskonservator unter Denkmalschutz gestellt. Seitdem sind unter Beibehaltung des äußeren Erscheinungsbildes umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität erfolgt.

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