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Halde Rungenberg

Holthauser Straße
45897 Gelsenkirchen-Buer
                                              

Geodaten
51° 33′ 42.84″ N, 7° 2′ 27.6″ E
RVR-Geodatenserver
                                              

ÖPNV
Von Gelsenkirchen Hbf mit Straßenbahn 301 bis "Emil-Zimmermann-Allee"
                                              

Träger
Regionalverband Ruhr

Themenroute 25 - Landmarken-Kunst

Halde Rungenberg

© RIK/ Guntram Walter
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Im Zuge der Erweiterung der alten Zechensiedlung Schüngelberg wurde auch die Bergehalde Rungenberg am Rande der Zeche Hugo mit einem künstlerischen Konzept einbezogen. Ihre markante Form verdankt sie einer betont künstlichen Schüttung, die nach Vorgaben des Schweizer Architektenbüros Rolf Keller und Ausarbeitungen des Planungsbüros Peter Drecker entstand. Erklärtes Ziel von Karl Kleineberg als Vertreter der Ruhrkohle AG war es, mit einem "Haldenbauwerk der 4. Generation", das mitten in der Stadt liegt, die positiven Elemente von "Tafelberghalden", "Spitzkegelhalden" und "Landschaftsbauwerken" zu kombinieren. Bewußt wurde dabei die Halde als ein vom Menschen geschaffenes Landschaftselement ausgewiesen. Der westliche Teil nahm schließlich die architektonische Form einer Doppelpyramide an, künstlich aufgeschüttet zu beiden Seiten einer Schneise, mit der in Form einer Allee die zentrale Achse der Siedlung Schüngelberg über die Halde fortgeführt wird.

Eine weitere künstlerische Überhöhung stellt das Skulpturen-Ensemble von Hermann EsRichter und Klaus Noculak dar, eine ursprünglich dreiteilige Konzeption aus Licht, Materie und Natur.

Für die Lichtplastik "NACHTZEICHEN" wurden zwei Spiegelscheinwerfer auf dem Pyramidenplateau so postiert, daß sich ihre Strahlen über der Mitte der Pyramide in einem Punkt überschneiden. Dabei greifen die Winkel der Lichtstrahlen die Böschungswinkel der Haldenschrägen auf. Das Licht geht über das stumpfe Ende der Erdpyramide hinaus und vollendet den künstlichen Berg zum idealen geometrischen Gebilde. Darüber kreuzen sich die Lichtstrahlen und formen eine zweite Pyramide am Nachthimmel.

Das waagerecht in die Böschung eingeschnittene, etwa 40 mal 50 Meter große "SCHIENENPLATEAU" markiert mit seiner Lage einen herausragenden Ort im abgeschrägten Haldenhang unterhalb der mittleren Anhöhe. Das skulpturale Strukturfeld in Form einer monumentalen Ellipse vereint historische, regionale und aktuelle Bezüge. Als ein aus Eisenbahnschienen gebildetes Flächenrelief, das auf der einen Seite in die Natur integriert wird, verweist es zugleich auf das wichtige Transportsystem, das die industrielle Entwicklung dieser Montanregion prägte.

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