Jahrhunderthalle und Westpark Bochum

© RIK/ R. Budde
Das Gelände des heutigen Westparks stellt die einstige Keimzelle der Bochumer Stahlindustrie dar. 1842 wurde hier die Stahlfabrik Meier & Kühne gegründet. Die Bebauung ließ in der Folgezeit umfangreiche Produktions- anlagen entstehen: Vom Hochofenwerk, Stahl-, Walz- und Gußwerk bis hin zur Waggonfabrik und Radsatz-Schmiede. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde auf dem Gelände die sog. "Jahrhunderthalle" errichtet, deren raumgreifende architektonische Gestalt mit offenem Strebewerk aus einer profanen Fabrikationshalle die vielzitierte "Kathedrale der Arbeit" werden läßt. Mit ihrer beeindruckenden Transparenz aus Glas und Stahl ist die "Jahrhunderthalle" von historischer Bedeutung für die Entwicklung der Hallenbauten gewesen. Seit 1991 steht sie unter Denkmalschutz und wird für die verschiedensten kulturellen Veranstaltungen genutzt., insbesondere als Hauptspielort der Ruhrtriennale. Der "Westpark" um seinen Mittelpunkt "Jahrhunderthalle" setzt sich aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Der gesamte Park ist über einen Rundweg erschlossen.

Für die Beleuchtung des riesigen Areals haben Uwe Belzner und Stefan Hofmann ein Konzept mit dem Titel "Die inszenierte Dunkelheit" entworfen. Die wesentlichen, durch Licht zu gestaltenden Elemente sind: Wege, Industriebrache, Vegetation, Brücken, Rohranlagen und das Architekturensemble um die "Jahrhunderthalle". Belzner und Hofmann wollen keine Interpretation des Raums durch Überbetonung des Lichts, vielmehr ist das Lichtkonzept betont zurückhaltend. Grundsätzlich werden alle Lichtpunkte in Augenhöhe vermieden: "Der Zauber des Lichtes entsteht, wenn die Lichtquelle nicht sichtbar ist". Zu diesem Zweck haben Belzner und Hofmann einen völlig neuen Leuchtkörper entworfen, einen Gußwürfel mit verschiedenen optischen Systemen, der formal klar - aus einem Stück - gearbeitet ist, jedoch eine Vielfalt von Lichtinszenierungen in sich birgt.

Die nächtliche Beleuchtung interessanter Objekte im Park ist im Winter 2007 ergänzt worden durch die "Wasserwelten". Neben dem tiefblau beleuchteten Wasserturm neben der Jahrhunderthalle wurden die beiden Betonkühltürme und das Kühlwasserbecken blau und orange-gelb illuminiert. Weitere Akzente setzen die Innenbeleuchtung abgetrennter Rohrleitungen und die Ausleuchtung der Brücken.
Bochumer Veranstaltungs-GmbH

Jahrhunderthalle Bochum
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum
Fon 02 34 | 61 03 0
www.jahrhunderthalle-bochum.de
                                              

Geodaten
51° 33' 43" N, 7° 12' 29" O
RVR-Geodatenserver
                                              

InfoLaden
Di - Fr 12.00 - 17.00 Uhr
Sa u. So 11.00- 18.00 Uhr
Änderungen der Öffnungs- zeiten sind aufgrund des Veranstaltungsbetriebs möglich. Bitte informieren Sie sich vor dem Besuch im Internet.
                                              

ÖPNV
Von Bochum Hbf (U-Stadt- bahn-Ebene) mit Straßenbahn 302 oder 310 bis "Bochumer Verein / Jahrhunderthalle Bochum" oder vom Bahnhofs- vorplatz mit Bus 345 bis "Jacob-Mayer-Str./ Jahrhunderthalle"
                                              

Führungen und Ticketshop
Bochum Marketing GmbH
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Fon 02 34 | 96 30 20
Tickets 0 18 05 | 23 44 00
(0,14€/Min aus dem dtl. Festnetz)
                                              

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Tipp
Die neben der Jahrhunderthalle liegende Turbinenhalle ist im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010, einer von mehreren "Starke Orte". Insgesamt 220 Künstler werden im Laufe des Jahres in einem Netz von spannenden und bislang für die Kunst unentdeckten Orten präsentiert, die etwas Typisches für das Ruhrgebiet repräsentieren und im Kulturhauptstadtjahr gemeinsame Spielstätte von sechszehn Künstlerbünden sind. Das Zusammenspiel der Ausstellungen ermöglicht neue und inspirierende Sichtweisen auf die Orte und das regionale Kunstschaffen der Metropole Ruhr.