Themenrouten
Hier ist das Ruhrgebiet
zu Hause
 
 
 

Druckversion      eine Seite zurück | 19/22 | eine Seite weiter

Diese Themenroute ist derzeit vergriffen.

     

Kokerei Zollverein
Arendahlswiese
45141 Essen
Fon 02 31 | 93 11 22 33
www.kokereizollverein.de
www.industriedenkmal-stiftung.de
                                              

Geodaten
51° 29' 25,31" N, 7° 02' 25,80" O
RVR-Geodatenserver
                                              

Infopunkt
Fon 02 01 | 8 30 12 75
April bis Oktober
Di - So 10-18 Uhr
November bis März
Di - So 12-18 Uhr
                                              

Einen  Übersichtplan über das Welterbe Zollverein finden Sie hier.
                                              

Kokereiführungen
Stiftung Industriedenkmal- pflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fon 02 31 | 93 11 22-0
www.industriedenkmal-stiftung.de
                                              

Führungen
Alle Informationen zum umfangreichen Führungs- angebot finden Sie hier.
                                              

Aktuelle Veranstaltungen dieses Monats finden Sie in route aktuell.
                                              

Informationen über die Mietung von Räumlichkeiten finden die hier.
                                              

Salzlager
Ausstellung "The palace of projects"
Fon 02 01 | 2 79 83 30
April - Oktober
Mi - So 12.00 - 20.00 Uhr
November - März
Mi - So 12.00  - 16.00 Uhr
www.the-palace-of-projects.net

Werksschwimmbad
Fon 02 01 | 8 30 12 90
Mai bis Mitte September
Mi - So 12.00 - 20.00 Uhr
Öffnungszeiten wetterabhängig

Kokerei Café
Fon 02 01 | 8 30 12 76

Zollverein Touristik
Kokerei Zollverein
Arendahls Wiese
45141 Essen
Fon 02 01 | 8 60 59 40
www.zollverein-touristik.de

Themenroute 25 - Landmarken-Kunst

UNESCO Welterbe - Kokerei Zollverein

© RIK/ Guntram Walter
Die Kokerei in Essen-Katernberg ist eines der beeindruckendsten Industriedenkmäler Europas. 1958 im Stil der Moderne gebaut, gehörte sie einst zu den größten Anlagen ihrer Art. Allein der Batteriekomplex hat eine Länge von mehr als 600 Metern. Schon aus der Ferne sichtbare Wahrzeichen sind die sechs in einer Reihe stehenden Schornsteine der Anlage, die 1993 stillgelegt wurde.

Nachts beginnt die Kokerei zu leuchten - durch eine künstlerische Lichtinszenierung der aus Schottland und England stammenden "Lichtarchitekten" Jonathan Speirs und Mark Major.

Die gesamte Anlage ist in ein rotes Licht getaucht, eine ruhige monochrome Ausleuchtung, mit der die stille, hermetische Gestrecktheit des monumentalen Industriebauwerks suggestiv erfaßt wird. Die Spannung zwischen alter und neuer Technologie - der Kokerei als "Umwandlungsmaschine" fossiler Energie noch aus vergangenen Tagen und dem zukunftsweisenden, sonnengesteuerten Lichtzentrum - wird in der Nachtlichtinszenierung zu einem Erlebnisganzen, das sich fast meditativ erschließt. Die Beleuchtung sieht dafür eine abgestufte Farblichtintensität vor, dunkle und hellere Rottöne arbeiten die räumliche Struktur heraus, folgen der Kurvatur der Gebäude und bewahren die Tiefe der architektonischen Gestalt. Die Flächen sind nicht angestrahlt, vielmehr leuchten die Gebäude aus sich selbst heraus - Mischtürme, Kohlebunker, Koksbatterien, Bandbrücken, Rohranlagen - die einzelnen Elemente fügen sich zu einer "Lichtarchitektur" zusammen. In einer großen Wasserfläche, die von den Künstlern entlang des gesamten Komplexes angelegt wurde, spiegelt sich das rote Licht und wirft mit den Bewegungen der Wellen "züngelnde Flammen" zurück auf die metallischen Wände.

Aus Fenstern unterhalb der Koksbatterien dringt rotes Licht nach außen - der stählerne Koloss gibt Einblick in sein Inneres, wo einst Feuer herrschte, gleich dem Inneren der Erde, wo flüssiges Gestein sich in Lavaströmen ergießt. Die Schornsteine sind von einem Netz aus LED-Leuchten umgeben, die in stündlicher Animation nach einer bestimmten Abfolge rotglühende Lichtpunkte - Sterne - vor dem nächtlichen Firmament aufleuchten lassen und damit letztlich auch den kosmischen Zusammenhang der Energie von "Sonne, Mond und Sternen" vor Augen führen. Der Besucher beschreitet eine große blaue Lichtachse: Aus dem kühlen Blau heraus begegnet er dem warmen Rot und sieht sich einem gigantischen, "selbstglühenden" Lichtkörper gegenüber - einer neuen, industriellen Sonne als weithin leuchtendem Symbol für den Aufbruch in ein neues Zeitalter.

Seit Dezember 2001 gehören Zeche und Kokerei Zollverein zum Welterbe der UNESCO.

eine Seite zurück | 19/22 | eine Seite weiter