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Landschaftspark Duisburg-Nord

Emscherstraße 71
47137 Duisburg
www.landschaftspark.de
                                              

Geodaten

51° 28' 49" N, 6° 46' 48" O
RVR-Geodatenserver
                                              

ÖPNV
Von Duisburg Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 903 (Richtung Dinslaken) bis "Landschaftspark Nord", dann ca. 5 Min. Fußweg
                                              

Öffnungszeiten
Der Park ist ganzjährig geöffnet
                                              

Besucherzentrum
Fon 02 03 | 4 29 19 19
Mo - Fr 9 bis 18 Uhr
Sa  - So / Fei 11 bis 18 Uhr
                                              

Führungen

Alle Angaben zum umfangreichen Führungs- programm finden Sie hier.
                                              

Download
Faltblatt Industrienatur
                                              

Aktuelle Veranstaltungen finden Sie in route aktuell.
                                              

Allgemeine Hinweise für den Besuch im Rollstuhl Allgemeine Hinweise für blinde und sehbehinderte Gäste
Hinweise für Besucher mit Behinderung finden Sie hier:
                                              

Informationen über die Mietung von Räumlichkeiten finden Sie auf dieser Übersicht.
                                              

Info-Büro

"Hauptschalthaus"
Emscherstraße 71
47137 Duisburg
Mo - Do 10 - 17 Uhr,
Fr - So 10 - 21 - Uhr
                                              

Tipp
Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010, einer von mehreren "Starke Orte". Insgesamt 220 Künstler werden im Laufe des Jahres in einem Netz von spannenden und bislang für die Kunst unentdeckten Orten präsentiert, die etwas Typisches für das Ruhrgebiet repräsentieren und im Kulturhauptstadtjahr gemeinsame Spielstätte von sechszehn Künstlerbünden sind. Das Zusammenspiel der Ausstellungen ermöglicht neue und inspirierende Sichtweisen auf die Orte und das regionale Kunstschaffen der Metropole Ruhr.

Themenroute 25 - Landmarken-Kunst

Landschaftspark Duisburg-Nord

© RIK/ Guntram Walter
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Das Meidericher Hüttenwerk ist das zentrale Objekt des Landschaftsparks Duisburg-Nord, der von Landschaftsarchitekt Peter Latz behutsam als ein Ort der Vermittlung zwischen industrieller Vergangenheit und neuer Bestimmung entworfen wurde. 1902 in Betrieb genommen und 1985 als Thyssenwerk stillgelegt, ist das Werk mit den drei hoch aufragenden Hochöfen ein prägnantes Wahrzeichen. Die unter dem Aspekt wirtschaftlicher Rationalität und Funktionalität gebauten Hochöfen strahlen heute als Relikte einer vergangenen Epoche die verklärte Romantik einer Industrieruine aus. Der Besucher des Parks, der die Hochöfen am Tag und in der Nacht besteigen kann, erlebt das bizarre Ensemble von Stahlrohren, Profilen, Trägern und Kesseln, gleichermaßen als Aussichtsort und Labyrinth.

Das bestimmende Element der Umgestaltung der alten Industrieanlage ist die permanente Lichtinstallation des englischen Lichtdesigners Jonathan Park, die das Hüttenwerk in eine ebenso geheimnisvolle wie grandiose Lichtgestalt verwandelt und als Landmarke zu einem weithin sichtbaren Symbol des Landschaftsparks werden läßt. Schon aus der Ferne ist die Illumination der drei Schornsteine mit ihren "aufgesetzten" Neonringen zu erkennen, die mit den Farben Rot, Grün und Blau der Internationalen Bauausstellung Emscher Park als "Wegweiser" funktionieren. Vor Ort taucht der Blick des Betrachters dann inmitten von Stahlkonstruktionen und Rohrleitungen ein in eine komplexe, vielgestaltige Lichterscheinung. Der artifizielle Charakter der Beleuchtung läßt poetische Bilder zu an einem Ort, der ursprünglich ein Moloch aus Dampf, Lärm, Hektik, Feuer war, dessen elementare Kraft sich in rotglühenden Abstichen entlud. Eine gewaltige Stätte der Energie, jetzt sichtlich versöhnt und den Menschen durch Farbe und Licht nahegebracht.

Neben der dominanten Hochofenszenerie stellt die ehemalige Kraftzentrale des Hüttenwerks ein weiteres prägendes Landschaftselement dar. Die Halle besitzt mit 170 Metern Länge, 35 Metern Breite und 17 Metern Höhe gigantische Ausmaße. 1999 gestaltete Erwin Heerich für die Abschlußpräsentation der IBA eine ganz in Weiß gehaltene Ausstellungsarchitektur, die durch pavillonartige Räume bewußt den Kontrast zum gigantischen Raumvolumen der Kraftzentrale betonte.

Das immense Raumspektrum, das sich in der Kraftzentrale auftut, macht die Halle zu einem idealen Ausstellungs- und Veranstaltungsort. 1999 boten die eindrucksvollen Dimensionen der klassischen Industriearchitektur den Rahmen für das Finale der Internationalen Bauausstellung Emscher Park. An der Außenfassade umschließt ein Bilderfries aus Fotos von Bernd und Hilla Becher das Gebäude. Lapidar und präzis beschreiben Bernd und Hilla Becher mit den Mitteln der vergleichenden Fotografie exemplarisch das profane Sujet. Doch gerade dieses auf Objektivität angelegte Vorgehen ermöglicht ein neues Sehen, das sich vorurteilsfrei mit den Zeugnissen einer unmittelbaren industriellen Vergangenheit auseinandersetzen kann.

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